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'Hochland' - Terrarium


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Als ich im Herbst 2003 für mein Studium nach Karlsruhe umgezogen bin, musste ich zwangsläufig viele Pflanzen zu Hause bei meinen Eltern lassen. Einige wenige, die mir sehr am Herzen lagen, habe ich mitgenommen und halte sie nun in einem kleinen 60x30x30-Terrarium. In erster Linie ging es um eine recht schöne Heliamphora nutans, die ich als mittelgroße Pflanze bekommen hatte. Um die Bedingungen den Ansprüchen dieser Pflanze anzupassen habe ich das Terrarium mit zwei Energiesparlampen ausgestattet und Klarsichtfolie darübergespannt.
Mit der Zeit hat sich das Becken zu einer Art Auffangstation für diverse Pflanzen mit Hochlandansprüchen entwickelt. Zwar kaufe und sammele ich eigentlich keine Hochlandarten, doch bringe ich von diversen Treffen immer wieder Arten mit, die ich im Tausch oder als Geschenk bekomme. Da Heliamphora nutans sich aber recht gut entwickelt hat, stelle ich alle Heliamphoren und Hochland-Nepenthes mittlerweile in dieses Becken. Der momentane Besatz:

Die Temperaturen steigen tagsüber auf 25-30°C, nachts bei geöffnetem Fenster 15-20°C. Durch das viele Sphagnum in den Töpfen und die Klarsichtfolie über dem Becken ist die Luftfeuchte sehr hoch. Lediglich Cephalotus follicularis und Byblis lamellata habe ich in einer Ecke ohne Abedeckung stehen, wo die Luftfeuchte etwas geringer sein sollte. Neben der Beleuchtung durch zwei 18-Watt-Energiesparlampen wird keine weitere Technik verwendet. "Genebelt" wird einmal täglich von Hand, die Heliamphoren gieße ich generell von oben in die Schläuche (das tut der Regen am Naturstandort ja auch).


Seitenansicht Heliamphora nutans Heliamphora heterodoxa x minor


HERBST 2005: Nachdem ich eine Drosera paradoxa geschenkt bekommen habe und auf der JHV in Meddersheim noch eine Drosera ordensis von Thomas Carow erstanden habe, musste ich mir etwas einfallen lassen. Bisher konnte ich diesen Sonnentauen nicht die richtigen Bedingungen bieten. Deshalb habe ich eine meiner CDM-T-Lampen (35 Watt) mit nach Karlsruhe genommen und sie über der rechten Seite des Beckens montiert. Dazu habe ich noch eine passende Glasscheibe über diese Seite gelegt, um die Wärme besser zu halten. In der Mitte ist das Becken oben offen, links über den Heliamphoren und Nepenthes ist eine Klarsichtfolie darüber gespannt. Diese Seite wird immer noch von einer Energiesparlampe beleuchtet.
Die Heliamphoren haben sich allesamt gut entwickelt. Zwar sind sie nicht besonders rot ausgefärbt, aber was will man schon erwarten bei nur 18 Watt und keiner Sonne. Die Nepenthes wachsen ebenfalls wunderbar, sie scheinen die Nähe zu den Petiolaris-Drosera und die damit verbundene "Hitze" nicht übelzunehmen. Immerhin bekommen sie dadurch eine recht hohe Nachtabsenkung...
Die Petiolaris-Drosera zeigen, dass sich der ganze Aufwand gelohnt hat. Sie teilen sich so schnell, dass ich mit dem Austopfen nicht wirklich nachkomme und mittlerweile auch keinen Platz mehr habe (selbst der auf dem Foto noch freie Mittelstreifen steht jetzt schon mit neuen Töpfen voll). Was mich wundert: ganz hinten rechts steht ein Cephalotus follicularis, dem ich eigentlich bei diesen hohen Temperaturen nicht länger als drei Tage gegeben hätte. Bisher hat er überlebt und wächst sogar neuerdings schneller als die Drosera spatulata, die den Topf befallen hat.

Nun ein paar aktuelle Fotos von dem Becken:


Seitenansicht Nepenthes Petiolaris-Drosera Längsansicht

Fortsetzung folgt...







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