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Tiefland - Terrarium


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Im Herbst 2003 habe ich auf der JHV eine Nepenthes ampullaria geschenkt bekommen. Daraufhin musste ich mir natürlich etwas einfallen lassen, denn auf der Fensterbank hätte die Pflanze sich sicherlich nicht wohlgefühlt. Deshalb habe ich ein gebrauchtes großes Terrarium ohne Abdeckung gekauft, eine doppelte Leuchtstoffröhre darübergehängt, das ganze mit Styropor abgedeckt und noch einen kleinen Zimmernebler in einer Glasschale hineingestellt. Der Nebler lief über eine Zeitschaltuhr gesteuert viermal am Tag eine halbe Stunde lang. Die Temperatur fiel zwar nachts leicht ab, da das Terrarium aber in meinem Zimmer stand wurde es nie kühler als 22-23 °C.




Terrarium Herbst 2003


Nach und nach bekam ich dann andere Tieflandarten dazu. Der bis heute glücklichste Erwerb war eine sehr kleine Nepenthes rafflesiana aus einer Bestandsauflösung eines Karnivorenhalters. Die Pflanze hat tiefgrüne Blätter, die Unterseiten sind weinrot. Die Kannen nehmen ebenfalls eine rötliche Färbung an und haben sehr schöne, tiefrote Flecken. Dagegen musste ich eine zu schnell wachsende N. bicalcarata (hinten links auf dem obigen Foto) recht bald wieder abgeben, da sie die anderen Pflanzen zu sehr schattiert hat. Ich habe sie nach dem Besuch des botanischen Gartens in Marburg (im Rahmen der JHV) dem dortigen Karnivorenpfleger geschenkt, der diese Art suchte. Dort darf sie so schnell wachsen, wie sie will.
Die weiteren Arten im Becken sind:

2006: viel grünes... N. hirsuta, N. ampullaria,
N. bicalcarata & N. truncata
N. rafflesiana 'Baku'


Die Wartung des Beckens war nicht besonders zeitaufwändig. Nur die Schale des Neblers musste alle zwei Tage neu befüllt werden. Da ich kein destilliertes Wasser verwende und auch nicht extra kaufen wollte, musste der Nebler mit Regenwasser klarkommen. Ca. einmal im Monat war dadurch eine Reinigungsaktion des veralgten Neblergehäuses, der verschmutzten Membran und der veralgten Schale nötig. Da mir das auf Dauer trotzdem noch zu aufwändig war und ich ohnehin das Gefühl hatte, dass die Luftfeuchte im Becken hoch genug war, habe ich den Nebler Ende 2005 aus dem Becken entfernt. Zudem konnte ich nun den zusätzlichen Platz ohne die Glasschale mit neuen Pflanzen füllen.

Die aktuelle Pflege des Beckens beläuft sich auf einmal Gießen im Monat. Ansonsten tue ich rein garnichts für die Bedingungen und schneide nur ab und zu die alten Blätter der Pflanzen ab. Als Selbstläufer macht sich das Terrarium inzwischen sehr gut, die Pflanzen wachsen alle recht schön. Einzig Nepenthes sibuyanensis zickt etwas rum und produziert nur etwa einmal im Jahr eine schöne Kanne. Die restlichen Tendrile werden unmittelbar nach dem Austrieb schwarz. Ich habe gelesen, dass diese Art wohl eher Hochlandbedingungen benötigt, daher wundert mich das Verhalten der Pflanze nicht sonderlich. Und im Hochlandbecken ist leider kein Platz mehr für sie...


Fortsetzung folgt...







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