Sie sind hier: >> FAQ
FAQ - Häufig gestellte Fragen
Allgemeines zur Kultur
Artenspezifisches
Dionaea
Drosera
Nepenthes
Sarracenia
Terrarienkultur
Moorbeetbau und Pflege
Krankheiten und Schädlinge
Allgemeines zur Kultur
- Kann man die Pflanzen mit abgekochtem Wasser gießen?
Zwar bleibt beim Abkochen etwas vom Kalk im Wasserkocher hängen, es befinden sich trotzdem noch fast genausoviele für Karnivoren schädliche Mineralstoffe im abgekochten Wasser wie vorher. Daher ist abgekochtes Wasser nicht geeignet.
- Kann man die Pflanzen mit Bachwasser gießen?
Nein. Bachwasser ist extrem mineralreich, besonders natürliche Bäche waschen die Mineralien praktisch aus dem Flussbett.
- Welche Arten kann man ohne Technik im Zimmer halten?
An einem Südfenster, unter dem sich keine angeschaltete Heizung befindet können viele Arten problemlos gehalten werden. Dazu gehören unter anderem Drosera capensis, Drosera spatulata, Drosera aliciae, Drosera venusta, Pinguicula esseriana, Pinguicula moranensis, Pinguicula x sethos, Pinguicula agnata, Uticularia sandersonii, Utricularia livida, Nepenthes ventricosa x alata, Nepenthes ventricosa x inermis, Nepenthes fusca x veitchii, Dionaea muscipula...
- Wie überwintere ich meine Pflanze?
Das hängt natürlich von der Gattung und Art ab:
- Sarracenia: Frostharte Pflanzen können im Moorbeet oder -kübel überwintert werden. Die anderen Arten kommen in einen ungeheizten Raum im Haus, und hier an einen möglichst hellen Platz. Die Pflanzen werden nur mäßig feucht gehalten, das Substrat darf nicht austrocknen, die Pflanzen sollten aber auch nicht im Wasser stehen. Außerdem sollte man regelmäßig lüften um Pilzbefall zu verhindern. Scheint einmal die Sonne, dann sollten die Pflanzen diese auch abbekommen.
- Dionaea: entweder im Freien oder im Haus, wie Sarracenia.
- Nepenthes: die Pflanzen werden im Winter gleich kultiviert wie im Sommer. Lediglich Pflanzen auf dem Fensterbrett sollten etwas weniger gegossen werden, da sie auch weniger Wasser verbrauchen.
- Tropische Drosera: Die Pflanzen bleiben im Terrarium oder auf dem Fensterbrett. Man sollte ihnen so viel Sonne/Licht wie möglich gönnen. Ohne Zusatzbeleuchtung stellen die Pflanzen ihr Wachstum ein und erscheinen grüner als im Sommer. Das ist nicht schlimm, im Frühjahr werden sie wieder weiterwachsen und sich ausfärben.
- Temperierte Drosera: wie Sarracenia.
- Temperierte Pinguicula: wie Sarracenia.
- Mexikanische Pinguicula: die Pflanzen kommen auf eine ungeheizte Fensterbank zum Süden hin und werden sehr trocken gehalten. Sie ziehen sich dann in eine Winterrosette zurück und überdauern so die Trockenperiode, die in Mexiko den Winter kennzeichnet. Gießen nur sehr vorsichtig, da die Pflanzen bei zu viel Feuchtigkeit leicht von innen her verfaulen.
- Roridula, Drosophyllum: diese beiden Gattungen können kühl überwintert werden, wobei die Temperatur nicht unter 8 Grad fallen sollte. Das Substrat wird dabei recht trocken gehalten, sollte aber nie komplett durchtrocknen. Auch eine warme Überwinterung bei Zimmertemperatur ist möglich, dabei muss aber eine Fensterbank ohne Heizung darunter gewählt werden. Auch hier empfiehlt sich eher trockenes Substrat.
Artenspezifisches
Dionaea
- Einige Fallen werden schwarz, ist die Pflanze krank?
Normalerweise nicht. Es ist völlig normal, wenn die älteren Blätter irgendwann braun werden und die Fallen absterben. Dafür kommen in der Mitte ständig neue Fallen nach. Sobald aber mehr Fallen absterben als neue nachwachsen, die Pflanze also immer weniger aktive Fallen hat, stimmt etwas nicht.
- Muss ich die Pflanze füttern?
Wenn die Venusfliegenfalle im Sommer im Freien gehalten wird, fängt sie sich selber genügend Beute. Die Pflanzen sind außerdem Schwachzehrer, sie können auch ohne Zusatzfutter mit den wenigen Nährstoffen aus dem Boden überleben. Wenn man die Pflanze etwas kräftigen möchte, dann kann man besonders bei Zimmerhaltung und damit wenig natürlicher Beute auch mal zufüttern.
- Womit kann ich die Pflanze füttern?
Generell dürfen keine toten Insekten verfüttert werden, da die Fallen diese Nahrung nicht annehmen. Am besten stellt man die Pflanze im Sommer nach draußen, dort fängt sie sich selbst Beute. Füttern von Hand ist nicht empfehlenswert.
- Meine Pflanze bekommt eine Blüte, was muss ich tun?
Ist die Pflanze kräftig und gesund, kann die Blüte stehengelassen werden. Ist die Pflanze geschwächt oder bildet sich die Blüte in einer untypischen Jahreszeit (also im Winter), so sollte sie möglichst bald abgeschnitten werden, damit die Pflanze nicht unnötig viel Kraft hineinsteckt.
- Wie werden Samen gebildet und wann kann ich sie wie ernten?
Die Samen werden nach Bestäubung gebildet. Dies passiert im Freiland durch Insekten, in Zimmerhaltung kann von Hand mit einem Pinsel bestäubt werden. Dazu einfach mit dem Pinsel ein paarmal über das Innere der offenen Blüten streichen. Nach der Bestäubung bildet die Pflanze die Samen in einer Kapsel direkt an der Blüte aus ("Fruchtknoten"). Sind die Samen reif, wird die Kapsel braun und bricht irgendwann auf. Dann können die Samen herausgeschüttelt werden.
- Wie lange dauert es bis die Samen keimen?
Je nach Intensität der Sonneneinstrahlung kann das wenige Wochen bis mehrere Monate dauern. Wichtig ist, dass der Aussaattopf niemals austrocknen darf und immer schön sonnig steht.
- Warum gehen die Fallen meiner Pflanze nur ganz langsam oder garnicht zu?
Die Pflanze bekommt dann nicht genügend Sonne. Im Winter ist dies ganz natürlich, die Pflanze frisst während der gesamten Ruheperiode nicht. Passiert es allerdings im Sommer, so sollte sie auf jeden Fall sonniger gestellt werden. Dabei aber die Pflanze langsam an mehr Sonne gewöhnen, sie kann sich nämlich so etwas wie einen Sonnenbrand holen.
- Warum wird meine Pflanze nicht rot?
Das kann zwei Gründe haben: entweder die Pflanze bekommt nicht genügend Sonne, oder es fehlen ihr die nötigen Pigmente für eine Rotfärbung. Es gibt einige Mutationen/Variationen der Venusfliegenfalle, die komplett grün bleiben.
- Was sind Mutationen wie 'fused teeth' oder 'dentata'?
Mutationen sind zufällig entstandene Merkmale bzw. Ausprägungen, die dann gezielt weiter gezüchtet und damit erhalten werden. Bei den Mutationen der Venusfliegenfalle betrifft das meistens das Aussehen der Fallen und deren Borsten. Die Mutation 'dentata' hat kurze Fangborsten, bei 'fused teeth' sind die Borsten teilweise zusammengewachsen und stehen schief. Einige Mutationen sind so extrem, dass die Pflanze garnicht mehr in der Lage ist, Beute zu fangen. Diese gelten natürlich als besonders spektakulär.
- Nachdem eine Falle Beute gefangen hat geht sie nicht wieder auf und wird braun, was ist da los?
Jede Falle kann maximal dreimal Beute verdauen. Dazu kommt, dass sie nur ca. 8 mal schließen kann. Danach stirbt sie ab und macht einem frischen Blatt Platz. Es kann auch vorkommen, dass eine Falle ein zu großes Stück Beute fängt. Wenn die Nährstoffe nicht schnell genug verdaut werden können, dann bildet sich Schimmel und die Falle wird mit befallen. Sie wird dann braun und stirbt ab. Dabei gibt es keinen Grund zur Sorge, das ist nicht gefährlich für die Pflanze.
- Wie lange dauert der Verdauungsvorgang?
Je nach Größe der Beute 1-7 Tage.
Drosera
- Meine Drosera hat keine Klebetropfen, woran liegt das und was kann ich tun?
Die Pflanze sollte immer schön feucht gehalten werden. In der Mittagszeit, wenn es richtig warm wird, kann es passieren dass die Pflanze keine Klebetropfen mehr an den Blättern hat. Am späten Nachmittag sollten sie sich aber wieder gebildet haben. Steht die Pflanze nicht sonnig und bildet trotzdem keine Tropfen, dann liegt das wiederum an zu wenig Sonne. Die Pflanzen brauchen Sonnenlicht zum wachsen und verkümmern, wenn sie keines bekommen. Dann wird natürlich auch kein Fangschleim mehr gebildet. Es kommt also auf die richtige Dosierung des Sonnenlichtes an.
- Die Blätter meiner Drosera werden an der Spitze schnell braun, ist sie krank?
Entweder das, oder sie wird falsch gehalten. Ein Sonnentau zeigt diese Symptome, wenn er zu trocken steht. Deswegen erst einmal dafür sorgen, dass die Pflanze schön feucht steht. Wenn das nicht hilft, dann ist eine Krankheit Schuld.
- Meine Drosera kann keine großen Fliegen fangen, ist das normal?
Das ist normal, große Stubenfliegen, Bienen und Wespen kann kein Sonnentau fangen. Die Insekten sind zu stark um durch den Fangschleim festgehalten zu werden.
- Womit und wie oft kann ich meinen Sonnentau füttern?
Am einfachsten stellt man den Sonnentau ins Freie, wo er sich Insekten selber fangen kann. Eine Fütterung mit Milch oder Fisch-Flockenfutter ist auch möglich. Dabei sollte aber die Menge gut dosiert werden, da unverdaute Reste schnell schimmeln. Daher lieber nur sehr wenig füttern (bzw. stark verdünnt bei Milch). Eine Zusatzfütterung einmal im Monat im Sommer kann nicht schaden, ist aber natürlich nicht unbedingt notwendig. Im Winter darf garnicht gefüttert werden, die Pflanzen überdauern unseren Winter quasi ohne zu wachsen und Beute zu verdauen.
Nepenthes
- Muss ich Wasser in die Kannen füllen?
Da es im tropischen Regenwald viel regnet, sind die meisten Kannen immer mit Wasser gefüllt. Gerade in heißeren Zeiten sollte ab und an kontrolliert werden, ob noch Flüssigkeit in den Kannen ist. Die Kannen können jederzeit gefüllt werden, und zwar ungefähr bis zur Hälfte.
- Wie mache ich Kopfstecklinge?
Man schneidet mit einer Schere einen grünen, 10 cm langen Trieb der Pflanze an und kürzt die unteren 2-3 Blätter auf 2 cm (das hält den Trieb später besser in der Erde). Anschließend wickelt man etwas feuchtes Sphagnum um das abgeschnittene Ende und steckt den Trieb ca. 4 cm tief in feuchtes Substrat. Anschließend drückt man das Substrat um den Trieb herum gut fest, so dass der Trieb sicher in die Höhe steht. Der Topf kommt nun zur Mutterpflanze auf die Fensterbank oder ins Terrarium, der Trieb sollte nach spätestens 6 Wochen angewurzelt sein. Austreibende Blätter sind ein Indikator für gebildete Wurzeln, auf keinen Fall darf man den Trieb aus der Erde nehmen und nachschauen! Mit dem ersten Umtopfen sollte man mindestens ein Jahr warten, dann sind die Wurzeln stabil genug.
Sarracenia
- Welche Arten sind winterhart?
Sarracenia purpurea und Sarracenia venosa sind die reinrassigen winterharten Arten. Hybriden, welche eine dieser Arten enthalten sind meistens ebenfalls winterhart.
- Wie überwintere ich eine winterharte Sarracenia im Freien am besten?
Am besten funktioniert das in einem Moorbeet. Die Pflanze sollte bereits im Sommer ausgepflanzt werden, damit sie sich bis zum Winter eingewöhnen kann. Im Winter sind dann keine weiteren Vorkehrungen nötig. Stehen die Pflanzen in einem Kübel oder Topf, so muss man darauf achten dass das Gefäß nicht durchfriert. Denn sobald die Wurzeln komplett durchfrieren stirbt die Pflanze. Es sollte also ein möglichst großer Kübel verwendet werden, die Pflanze sollte geschützt an der Hauswand, eventuell mit etwas Styropor um den Kübel stehen.
- Muss ich Wasser in die Schläuche füllen?
Auf keinen Fall. Die Verdauung funktioniert auch ohne Wasser. Das einzige was man mit Wasser in den Schläuchen erreicht sind umgeknickte Pflanzen. Eine Ausnahme bildet hier S. purpurea, welche mit den am Boden anliegenden, nach oben offenen Schläuchen (der Deckel senkt sich nicht über die Öffnung sondern steht nach oben) möglichst viel Regenwasser auffängt. Sie fängt ihre Beute dadurch besser, einfach dadurch dass die Insekten im Wasser ertrinken. Ist es einmal längere Zeit trocken können die Schläuche leer sein, dann kann es nicht schaden etwas Wasser nachzufüllen.
Terrarienkultur
- Welche Arten können in ein Terrarium?
Das hängt vom Klima im Terrarium ab. Hier einige Beispiele, wobei die Art des Terrariums immer am Anfang beschrieben wird:
- Tropisches Terrarium (ganzjährig warm, hohe Luftfeuchte, Zusatzbeleuchtung): Tieflandnepenthes (N. ampullaria, N. bicalcarata, N. rafflesiana...) und Hybriden, Utricularien (U. sandersonii, U. livida, U. praelonga, U. reniformis, U. calycifida, U. bisquamata...), südafrikanische Drosera (D. capensis, D. aliciae, D. spatulata, D. burmanni...)
- Tropisches Terrarium mit Nachtabsenkung (tagsüber warm, nachts ca. 10 Grad kälter, hohe Luftfeuchte, Zusatzbeleuchtung): Hochlandnepenthes (N. rajah, N. lowii, N. hamata...) und Heliamphoren
- Tropisches Terrarium ohne Zusatzbeleuchtung (ganzjährig warm, hohe Luftfeuchte): Queensland-Drosera
- Zimmerterrarium (hell stehend, ohne weitere Technik): Südafrikanische Drosera (D. capensis, D. aliciae, D. spatulata, D. burmanni...), Utricularien (U. sandersonii, U. livida, U. praelonga, U. reniformis, U. calycifida, U. bisquamata...), Nepenthes-Hybriden, anspruchslose Pinguicula (P. esseriana, P. jaumavensis, P. cyclosecta, P. moranensis...) sowie Hybriden
- Mexiko-Terrarium (einfaches Zimmerterrarium, welches im Winter trocken gehalten wird): Mexikanische Pinguicula (P. laueana, P. gypsicola, P. moctezumae, P. laueana, P. macrophylla...)
Es sei noch darauf hingewiesen, dass Sarracenien und Dionaea nicht ins Terrarium gehören. Diese Arten verweichlichen im Terrarium, sie müssen im Sommer nach draußen und im Winter eine Winterruhe haben. Dazu ist die Terrarienhaltung nicht geeignet.
- Ich habe im Baumarkt eine Glasvase mit Pflanzen gekauft, was mache ich jetzt damit?
Nach der obigen Einordnung ist diese Vase ein "einfaches Zimmerterrarium". Vermutlich befinden sich darin eine Schlauchpflanze, ein Sonnentau, ein Fettkraut und eine Venusfliegenfalle. Das ist keine ideale Kombination, meistens handelt es sich aber um robuste Arten der jeweiligen Gattung, so dass man versuchen kann die Pflanzen in der Vase zu lassen. Im Sommer kann die Vase nach draußen gestellt werden. Die Schlauchpflanze und die Venusfliegenfalle mögen es am liebsten an der frischen Luft an einen sonnigen Platz im Garten. Der Sonnentau wird sich darüber auch freuen, das Fettkraut sollte eventuell etwas schattiert werden. Problematisch wird es dann im Winter: Schlauchpflanze und Venusfliegenfalle machen eine kalte Winterruhe, der Sonnentau muss warm und feucht durchkultiviert werden, das Fettkraut ebenfalls warm aber bei eher trockener Erde. Man sollte die Vase dann eventuell auflösen und die Pflanzen an geeigneten Plätzen einzeln überwintern.
Moorbeetbau und Pflege
- Wie baue ich ein Moorbeet?
Anleitung
- Welche Arten kann ich ins Moorbeet pflanzen?
Alle winterharten Arten, unter anderem: Drosera intermedia, Drosera anglica, Drosera rotundifolia, Dionaea muscipula, Sarracenia purpurea, Sarracenia venosa, Sarracenia-Hybriden in denen eine der beiden gerade genannten drinsteckt, Drosera arcturi, Drosera stenopetala, Pinguicula alpina, Pinguicula grandiflora, Pinguicula vulgaris
- Wo bekomme ich Begleitpflanzen her?
In vielen großen Gartencentern gibt es zum Frühjahr und Sommer hin viele Moorpflanzen. Sie befinden sich meistens in der Freiluftabteilung gleich neben den Wassser- und Teichpflanzen. Auf den Schildchen stehen wichtige Informationen. Man sollte nur Pflanzen kaufen, die der Sonneneinstrahlung des Moorbeetes entsprechen (also keine "schattigen" Pflanzen für ein Moorbeet kaufen, das am Tag 6 Stunden Sonne bekommt). Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Wuchshöhe. Zu große Begleitvegetation überwuchert schnell die Karnivoren und nimmt ihnen die Sonne weg.
Krankheiten und Schädlinge
- Wie werde ich Läuse los?
Es gibt mehrere Möglichkeiten: Absammeln der Läuse, Pflanze eine Zeit lang unter Wasser tauchen (kein Leitungswasser verwenden!), Spritzmittel verwenden
- Welche chemischen Mittel werden vertragen?
Ich habe gute Erfahrungen gemacht mit folgenden Mitteln: Pflanzenschutzstäbchen von Paral (düngerfrei), die in die Erde gesteckt werden. Spruzid flüssig, wird sogar von Sonnentau und Fettkraut vertragen. Zierpflanzenspray von Bayer, wirkt systemisch (d.h. die Pflanzen nehmen es auf und speichern die Wirkstoffe eine Zeit lang) und gegen eine Vielzahl von Schädlingen, wird auch von Sonnentauen vertragen.
- Woran erkenne ich eine kranke Pflanze?
Generell muss man zuerst herausfinden, ob die Pflanze krank sein könnte oder ob der schlechte Zustand an falschen Haltungsbedingungen liegen könnte. Letzteres ist bei Karnivoren häufig der Fall, bei falscher Haltung sehen die Pflanzen im Vergleich zu richtig gehaltenen Pflanzen sehr, sehr schlecht aus (grün, keine Klebetropfen, braune und kraftlose Blätter). Falsche Haltung erkennt man daran, dass die Pflanze ganz langsam anfängt zu kümmern und über Wochen immer schlechter aussieht.
Bei Krankeiten verändert sich der Zustand der Pflanze dagegen meistens schnell. Übliche Symptome sind: schlappe Blätter, Einstellen des Wachstums, Verfärbungen bzw. Punktierungen, übermäßiges Absterben der Blätter und braune Spitzen an neuen Blättern.
- Meine Pflanze sieht nicht gut aus, aber ich weiß nicht was sie hat. Was mache ich jetzt am besten?
Zuerst gilt es herauszufinden, was nicht stimmt: falsche Haltungsbedingungen oder Krankheit? Sollte es eine Krankheit sein muss man erst einmal dafür sorgen, dass die Pflanze in einer geeigneten Umgebung steht: kranke Pflanzen vertragen keine Trockenheit und direkte Sonne, am besten an ein schattiges Fenster bei Zimmertemperatur stellen und feucht halten. Auch sollten keine anderen Pflanzen in der Nähe stehen, um eine "Ansteckung" zu vermeiden, falls es sich um Schädlinge handelt. Als nächstes muss herausgefunden werden, was die Pflanze genau hat. Dazu kann man erst einmal nach Schädlingen suchen, die mit bloßem Auge erkennbar ist. Symptome an der Pflanze wie Veränderungen der Blätter etc. lassen sich meistens im Internet nachschlagen. Es kann auch sinnvoll sein die Erde ein wenig aufzulockern und zwischen den Wurzeln nach Larven oder ähnlichem zu suchen. Diese können die Wurzeln verletzen und der Pflanze damit schaden. Riecht das Substrat unter der Oberfläche faulig, dann sollte man schnellstmöglich in frisches, Karnivorengerechtes Substrat umtopfen.
- Meine Sarracenien und Dionaea in Winterruhe haben einen pelzigen Belag und sterben daran
Bei grauem, pelzigen, meist sehr filigranen Flocken handelt es sich um Mehltau. Dass man ihn einfach wegwischen kann täuscht über die Gefährlichkeit hinweg: befallene Pflanzen sind praktisch nicht zu retten. Auf jeden Fall muss sofort der gesunde Bestand vom befallenen getrennt werden. Es hilft regelmäßige Luftbewegung, Mehltau ist ein Pilz genau wie Schimmel. Also: das Winterquartier regelmäßig lüften und die Pflanzen trockener halten, das hilft generell bei Pilzbefall.
- Im Terrarium oder auf den Töpfen bildet sich Schimmel und komischer Schleim
Das sind alles Pilzarten, sie können unterschiedlich ausfallen und unterschiedlich gefährlich sein. Schimmel und kleine, schleimige Flecken sind ungefährlich, solange sie die Pflanzen nicht überwuchern. Es hilft weniger gießen und regelmäßige Luftbewegung. Am besten stellt man die Töpfe nach draußen, sofern es warm genug ist. An der frischen Luft verschwindet der Schimmel rasch.