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Genlisea - Reusenfalle







Allgemeines:

Diese sehr interessante Gattung hat ein besonders ausgeklügeltes Fangsystem: die sogenannten Reusenfallen. Die Pflanzen bilden lange, weiße Pfahlwurzeln, wobei diese sich immer an einer Stelle gabeln. Die Wurzeln sehen von außen aus wie gedreht. Beim näheren Hinsehen erkennt man Zwischenräume, in die kleine Tierchen in der Erde oder im Wasser hineinkriechen können. Durch nach oben gerichtete Härchen kann die Beute dann nicht mehr nach unten hinaus, sondern nur immer weiter nach oben in Richtung der Gabelung. Dort befindet sich der sogenannte "Magen", in dem die Beute mit Hilfe einer Verdauungsflüssigkeit zersetzt und verdaut wird. Zu den Beutetieren der Pflanze gehören Wasserflöhe, Springschwänze, Larven diverser Insekten und andere kleine Lebewesen im Substrat.





Genlisea lobata x violacea

Herkunft:
Wuchs: rosettenförmig, mehrjährig
Blüte: violett
Fallentyp: Reusenfalle
Haltungsbedingungen: ganzjährig warm bei bis zu 25°C, nachts etwas kühler, sehr feucht (verträgt auch Überschwemmung), torfiges Substrat mit Zusätzen wie Quarzsand, hell, aber wenig direktes Sonnenlicht, hohe Luftfeuchte.
Schwierigkeitsgrad:

Diese Hybride gehört zu den wenigen einfach zu haltenden Arten dieser Gattung. Ich kultiviere die kleine, unscheinbare Pflanze in einem Terrarium zusammen mit einigen Utricularien und zwei einfachen Nepentheshybriden. Dort herrscht eine einigermaßen hohe Luftfeuchtigkeit. Am Boden steht ständig Wasser, beleuchtet wird mit einer Leuchtstoffröhre. Die Pflanze fühlt sich dort recht wohl und bildet in regelmäßigen Abständen Blüten, obwohl ich die allgemein empfohlene Nachtabsenkung nicht einhalte.
Die Blüten sind rech unscheinbar, pro Stängel werden manchmal auch zwei oder drei Stück gebildet, die aber bei mir (vermutlich wegen der hohen Luftfeuchte?) recht schnell wieder schlapp und braun werden. Samenbildung ist bisher nicht erfolgt, über die Sterilität der Pflanze weiß ich bisher nicht Bescheid.
Die Pflanze vermehrt sich dafür aber regelmäßig über unterirdische Ausläufer, der Topf sollte also groß genug gewählt werden. Anscheinend ist dies die wichtigste Vermehrungmethode, zumindest bei den einfacheren Genlisea wie G. violacea, G. lobata und G. hispida.

Blüte Pflanze


Weitere Informationen zu Genlisea:
LITERATUR:
The Savage garden von Peter d'Amato, S. 286 ff|
WEB:
http://www.drosophyllum.com >> Arten >> Genlisea | http://www.fleischfressendepflanzen.de/db/index.ffp >> Arten >> Genlisea 'Artname' | http://www.utricularia.net >> Kulturtips >> Genlisea