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Nepenthes - Kannenpflanze







Seit einiger Zeit beschäftige ich mich nun doch mit dieser Gattung - ein teures Unterfangen, selbst wenn einem nur wenig eingeht. Bis ich das Gewirr von Hoch- und Tieflandarten für mich etwas sortiert hatte habe ich einige Arten völlig falsch gehalten. Das passiert mir nun hoffentlich nicht mehr. Zur Orientierung habe ich in der Kurzbeschreibung immer die Höhenangaben und das Attribut "Tieflandart" oder "Hochlandart" verteilt. Auch bemühe ich mich, die Arten in einer sinnvollen Reihenfolge zu ordnen.
So, und nun zum Wesentlichen:

Tieflandarten



Nepenthes albomarginata

Herkunft: Borneo, Sumatra, Malaysia
Wuchshöhe: 0 - 1100 Meter, Tieflandart
Fallentyp: passive Grubenfalle
Haltungsbedingungen: ganzjährig tropisches Klima mit mindestens 70% Luftfeuchte, wenig bis keine direkte Sonne, konstant etwa 25-30 °C, lockeres, grobes Substrat
Schwierigkeitsgrad:

Nachdem ich im Sommer 2003 eine sehr große, alte Pflanze "live" in einem Gewächshaus gesehen habe, wollte ich unbedingt eine solche Art selber halten. Ursprünglich war diese Art sogar der Anstoß zum ersten Tieflandterrarium.
Die Rotfärbung der Kannen und auch teilweise der Blätter entsteht schon bei wenig Licht. Ich beleuchte nur mit einer einzelnen Leuchtstoffröhre, trotzdem sind die Pflanzen schön rot ausgefärbt.
Mittlerweile halte ich auch eine Pflanze der Form N. albomarginata 'black', bei der die älteren Kannen sich dunkel färben (nicht wirklich schwarz bei mir) und einen weißen Ring unter dem Peristom bilden. Die Pflanze ist sehr wüchsig und bildet viele aktive Kannen gleichzeitig aus.

N. albormaginata 'black' Jungpflanzen


Weitere Informationen zu Nepenthes albomarginata:
LITERATUR:
The Savage garden von Peter d'Amato, S. 251
WEB:
http://www.drosophyllum.com >> Arten >> Nepenthes | http://www.fleischfressendepflanzen.de/db/index.ffp >> Arten >> Nepenthes albomarginata





Nepenthes ampullaria

Herkunft: Borneo, Sumatra und Papua-Neuguinea
Wuchshöhe: 0-1000 Meter, Tieflandart
Fallentyp: passive Grubenfalle
Haltungsbedingungen: ganzjährig tropisches Klima mit mindestens 70% Luftfeuchte, wenig bis keine direkte Sonne, konstant etwa 25-30 °C, lockeres, grobes Substrat
Schwierigkeitsgrad:

Nepenthes ampullaria war meine erste Tieflandart. Ich kultiviere sie seit einiger Zeit in einem kleinen Glasbecken, welches komplett abgedeckt in einer hellen Zimmerecke steht. Etwa eine halbe Stunde scheint morgens die Sonne ins Becken, so dass es sich auf etwa 30 Grad aufheizt. Ansonsten beträgt die Temperatur tagsüber etwa 25 Grad. Nachts dürften es nur wenige Grad kälter sein.
Bisher bemerke ich nur, dass sich die Kannen nicht so intensiv färben, wie ich es erwartet hätte: die roten Flecken, die die Kannen kurz nach Erhalt der Pflanze noch hatten, verblassen mehr und mehr. Wahrscheinlich steht sie insgesamt doch noch etwas dunkel. Ich hatte überlegt, eventuell eine kleine Energiesparlampe über das Becken zu hängen, hier fehlt mir aber momentan noch eine geeignete Konstruktion...
Ich halte diese Art nicht im Anstau, sondern lasse die Töpfe auf feuchtem Sphagnum stehen. Das Moos hat eine wesentlich größere Verdunstungsfläche als der einfache Glasboden, so dass hierdurch die Luftfeuchte noch einmal nach oben getrieben wird (etwa 90 % durchschnittlich, je nach Wärme).
Die Pflege des Beckens ist nicht wirklich aufwändig: alle paar Tage einmal durchlüften um den CO2-Nachschub zu gewährleisten und alle zwei Wochen ein wenig nachgießen. Das war's schon.

Nepenthes ampullaria Nepenthes ampullaria Kanne Kanne
Bodenkannen Nepenthes ampullaria 'red'


Weitere Informationen zu Nepenthes ampullaria:
LITERATUR:
The Savage garden von Peter d'Amato, S. 249 f
WEB:
http://www.drosophyllum.com >> Arten >> Nepenthes | http://www.fleischfressendepflanzen.de/db/index.ffp >> Arten >> Nepenthes ampullaria





Nepenthes bicalcarata

Herkunft: Borneo
Wuchshöhe: 0 - 950 Meter, Tieflandart
Fallentyp: passive Grubenfalle
Haltungsbedingungen: ganzjährig tropisches Klima mit mindestens 70% Luftfeuchte, wenig bis keine direkte Sonne, konstant etwa 25-30 °C, lockeres, grobes Substrat
Schwierigkeitsgrad:

Diese einfache Tieflandart benötigt viel Wärme. N. bicalcarata wächst sehr schnell, so dass man rechtzeitig genügend Platz für sie einplanen sollte. Ich habe die Pflanze bereits recht groß bekommen und vorläufig noch in einem Tieflandterrarium stehen. Dort bildet sie ca. 10 cm große Kannen, die mit den unverkennbaren Zähnen dieser Art ausgestattet sind. Diese zwei Zähne sitzen an der Innenseite des Kannendeckels und sind etwa so hart und scharf wie Rosendornen. Vorsichtig muss man schon ein wenig sein.


Nepenthes bicalcarata Nahaufnahme des Deckels Kanne


Weitere Informationen zu Nepenthes bicalcarata:
LITERATUR:
The Savage garden von Peter d'Amato, S. 250f
WEB:
http://www.drosophyllum.com >> Arten >> Nepenthes | http://www.fleischfressendepflanzen.de/db/index.ffp >> Arten >> Nepenthes bicalcarata





Nepenthes hirsuta

Herkunft: Borneo
Wuchshöhe: 200 - 1000 Meter, Tieflandart
Fallentyp: passive Grubenfalle
Haltungsbedingungen: ganzjährig tropisches Klima mit mindestens 70% Luftfeuchte, wenig bis keine direkte Sonne, konstant etwa 25-30 °C, lockeres, grobes Substrat
Schwierigkeitsgrad:

Nepenthes hirsuta ist eine sehr anspruchslose Tieflandnepenthes. Sie ist gut geeignet für die dunkleren Ecken im Terrarium, in denen andere Tieflandarten schon nicht mehr gut wachsen. Besonderheiten konnte ich bisher nicht feststellen, die Pflanze "wächst halt so vor sich hin"...

Nepenthes hirsuta


Weitere Informationen zu Nepenthes :
LITERATUR:
The Savage garden von Peter d'Amato, S. 253
WEB:
http://www.fleischfressendepflanzen.de/db/index.ffp >> Arten >> Nepenthes hirsuta





Nepenthes rafflesiana

Herkunft: Borneo, Sumatra und Malaysia
Wuchshöhe: 0-1200 Meter, Tieflandart
Fallentyp: passive Grubenfalle
Haltungsbedingungen: ganzjährig tropisches Klima mit mindestens 70% Luftfeuchte, wenig bis keine direkte Sonne, konstant etwa 25-30 °C, lockeres, grobes Substrat
Schwierigkeitsgrad:

Diese Art kultiviere ich zusammen mit Nepenthes ampullaria, da diese beiden Pflanzen auch am Naturstandort nicht weit voneinander entfernt wachsen. Auffällig ist bei meiner recht kleinen Pflanze schon die enorm große Flügelleiste mit den großen Borsten daran. Diese Pflanze bildet im Gegensatz zu Nepenthes ampullaria nicht nur gesprenkelte Kannen sondern sogar dunkelrot gefärbte Blätter aus. Diese sind wesentlich schlanker als die der meisten Nepenthes-Arten.

Nepenthes rafflesiana Junge Kanne Peristom ca. 8 cm große Kanne


Weitere Informationen zu Nepenthes rafflesiana:
LITERATUR:
The Savage garden von Peter d'Amato, S. 248 f
WEB:
http://www.drosophyllum.com >> Arten >> Nepenthes | http://www.fleischfressendepflanzen.de/db/index.ffp >> Arten >> Nepenthes rafflesiana





Nepenthes truncata

Herkunft: Phillipinen
Wuchshöhe: 230 - 600 Meter, Tieflandart
Fallentyp: passive Grubenfalle
Haltungsbedingungen: ganzjährig tropisches Klima mit mindestens 70% Luftfeuchte, wenig bis keine direkte Sonne, konstant etwa 25-30 °C, lockeres, grobes Substrat
Schwierigkeitsgrad:

Nepenthes truncata ist eine der beliebtesten Anfängerarten, weil schon junge Pflanzen sehr große Kannen bilden. Außerdem ist sie eine der einfacheren Nepenthes.
Der breite Kragen ist wohl das auffälligste Merkmal der Pflanze. Die Blätter sind im Gegensatz zu den meisten anderen Nepenthes nicht länglich, sondern nierenförmig.
Ich halte meine Pflanze mit den anderen Tieflandarten im Tieflandterrarium. Bis auf dass ich bei einigen Säuberungsaktionen immer wieder dieser Pflanze aus Versehen Kannen oder Blätter abknicke (das geht recht schnell aufgrund des steifen Wuchses), geht es ihr ganz gut und sie bildet etwa 15 cm große Kannen.

Pflanze


Weitere Informationen zu Nepenthes truncata:
LITERATUR:
The Savage garden von Peter d'Amato, S. 252 f
WEB:
http://www.drosophyllum.com >> Arten >> Nepenthes | http://www.fleischfressendepflanzen.de/db/index.ffp >> Arten >> Nepenthes truncata





Hochlandarten



Nepenthes alata

Herkunft: Philippinen
Wuchshöhe: 800-2400 Meter, Hochlandart
Fallentyp: passive Grubenfalle
Haltungsbedingungen: ganzjährig tropisches Klima mit mindestens 60% Luftfeuchte, tagsüber einige Stunden direkte Sonne, Nachtabsenkung empfehlenswert, lockeres, grobes Substrat
Schwierigkeitsgrad:

Nepenthes alata ist eine der einfacheren Hochlandarten. Im Handel wird oft die Hybride N. ventricosa x alata unter dem Namen Nepenthes alata angeboten, so dass beim Kauf Vorsicht geboten ist. Meine erste Pflanze war ebenfalls nicht reinrassig, mittlerweile habe ich aber aus verlässlicher Quelle Samen der reinen Art erhalten. Die Sämlinge stehen im Terrarium unter Leuchtstoffröhren und sind mittlerweile ca. 5 cm groß.

Nepenthes alata Sämlinge


Weitere Informationen zu Nepenthes alata:
LITERATUR:
The Savage garden von Peter d'Amato, S. 261 f
WEB:
http://www.drosophyllum.com >> Arten >> Nepenthes | http://www.fleischfressendepflanzen.de/db/index.ffp >> Arten >> Nepenthes alata





Nepenthes sibuyanensis

Herkunft: Sibuyan (Philippinische Insel)
Wuchshöhe: ca. 2000 Meter, Hochlandart
Fallentyp: passive Grubenfalle
Haltungsbedingungen: ganzjährig tropisches Klima
Schwierigkeitsgrad:

Zu dieser recht komplizierten Art habe ich nur wenig Informationen finden können. Ursprünglich habe ich sie als Tieflandpflanze für mein erstes Terrarium erhalten. Wie sich mittlerweile herausgestellt hat, wächst die Pflanze am Naturstandort allerdings eher in den höheren Regionen. Aber auch die Hochlandhaltung scheint ihr nicht wirklich gut zu gefallen. Bei mir hat die Pflanze bei Tieflandbedingungen keine Kannen gebildet. Vermutlich hat sie zumindest was das Licht angeht ähnliche Ansprüche wie die Hochlandarten. Eine gute Lösung habe ich noch nicht gefunden.

KULTUR DIESER PFLANZE 2005: Nach einigen Düngeversuchen (Osmocote-Kugeln) hat sich die Pflanze nun zum Wachsen entschlossen. Die erste Kanne, die sie gebildet hat, übertrifft ehrlich gesagt gleich alle meine Erwartungen: 7 Zentimeter groß!
Sie scheint sich also unter Tieflandbedingungen recht wohl zu fühlen, sofern sie eine leichte Düngung bekommt..

Nepenthes sibuyanensis Nepenthes sibuyanensis Nepenthes sibuyanensis


Weitere Informationen zu Nepenthes sibuyanensis:
LITERATUR:

WEB:
http://home.arcor.de/j.danz/ >> N. sibuyanensis | http://www.carnivorousplants.org/cpn/samples/Tax271Nsibuy.htm





Nepenthes singalana

Herkunft: Sumatra
Wuchshöhe: 2000-2900 Meter, Hochlandart
Fallentyp: passive Grubenfalle
Haltungsbedingungen: ganzjährig tropisches Klima, sehr hohe Luftfeucht und kühlere Nächte
Schwierigkeitsgrad:

Nepenthes singalana habe ich im Sommer 2004 auf der JHV als kleine Pflanze eingetauscht. Ich habe sie versuchsweise in ein kleines Terrarium mit Heliamphoren zusammen gestellt. Dort wird tagsüber mit zwei Energiesparlampen beleuchtet, so dass das Becken nachts ohnehin etwas kühler ist. Allerdings dann immernoch mindestens Zimmertemperatur.
Trotz dieses Mankos wächst die Pflanze sehr gut und bildet mittlerweile auch schöne, große, intensiv rot gefärbte Kannen aus.

Nepenthes singalana


Weitere Informationen zu Nepenthes singalana:
LITERATUR:

WEB:
http://www.joachim-nerz.de/sing.htm





Hybriden








Nepenthes ampullaria x rafflesiana

Wuchshöhe: 0-1000 Meter/ 0-1200 Meter, Tieflandhybride
Fallentyp: passive Grubenfalle
Haltungsbedingungen: ganzjährig tropisches Klima mit mindestens 70% Luftfeuchte, wenig bis keine direkte Sonne, konstant etwa 25-30 °C, lockeres, grobes Substrat
Schwierigkeitsgrad:

Diese schöne Tieflandhybride habe ich vor einigen Jahren bei Plantarara erworben. Die Pflanze war ca. 2 cm (!) groß und hatte keine erkennbaren Kannen. Sie steht bei mir im Tieflandterrarium und hat mittlerweile eine Größe von ca. 20 cm Blattlänge erreicht. Dies ist nicht zuletzt einer Düngung und einem daraus resultierenden Wachstumsschub im Frühjahr 2005 zu verdanken.

Die Pflanze ist deutlich als Hybride der beiden Tiefland-Arten zu erkennen. Die Kannen haben insgesamt eher die Form und Färbung der Kannen von N. rafflesiana. Der Kannenrand und der Deckel sehen wiederum N. ampullaria sehr ähnlich, wobei das Peristom (glüchlicherweise) wie bei N. rafflesiana aussieht (siehe auch zweites Foto). Insgesamt eine sehr schöne, einfach zu haltende Tieflandhybride.

N. ampullaria x rafflesiana N. ampullaria x rafflesiana N. ampullaria x rafflesiana






Nepenthes x 'Gentle'

Wuchshöhe: 1200-2500 Meter/ 55-1200 Meter, einfache Hochlandhybride
Fallentyp: passive Grubenfalle
Haltungsbedingungen: ganzjährig tropisches Klima mit mindestens 60% Luftfeuchte, verträgt tagsüber einige Stunden direkte Sonne, ansonsten recht anspruchslos.
Schwierigkeitsgrad:

Diese hübsche und einfach zu haltende Hybride habe ich aus einer kleinen Gärtnerei bezogen. Die Pflanze war mehrtriebig und ich konnte sie beim ersten Umtopfen in mehrere Pflanzen teilen.
Die großen, gün-braunen Blätter der Pflanze sind stark behaart und für eine Nepenthes sehr dick. Die Kannen sind länglich geformt, haben einen grünen Grundton und längliche braune Flecken. Das Peristom ist sehr breit und schwach gerillt. Die Kannen sind extrem stark behaart, sie fühlen sich sehr weich an.

Die Pflanze hängt bei mir am Südwestfenster und wird täglich besprüht. Auch im Winter ist dort noch genug Sonnenlicht, so dass sie durchgehend Kannen bildet. Insgesamt ist die Pflanze recht einfach zu halten und auch für Anfänger geeignet. Ein Elternteil könnte meiner Meinung nach N. fusca sein, da die Kannen starke Ähnlichkeit mit dieser Art haben.

Nepenthes x 'Gentle'






Nepenthes ventricosa x alata

Wuchshöhe: 1200-1500 Meter/ 800-2400 Meter, einfache Hochlandhybride
Fallentyp: passive Grubenfalle
Haltungsbedingungen: ganzjährig warm und mit möglichst hoher Luftfeuchte (eventuell auch durch Besprühen), verträgt tagsüber einige Stunden direkte Sonne, ansonsten recht anspruchslos.
Schwierigkeitsgrad:

Für Nepenthes ventricosa x alata gibt es ebenso wie für Nepenthes ventricosa x inermis eine Abkürzung, die ich nur erwähnen und nicht weiter verwenden will (siehe oben): Nepenthes ventrata.
In Baumärkten und Gartencentern werden öfter reinrassige N. alata angeboten. In den meisten (und allen mir bekannten) Fällen handelt es sich dann um die hier beschriebenen Nepenthes ventricosa x alata. Nepenthes alata ist eine reine Hochlandart und würde in keinem Fall ohne besondere Bedingungen so gut wachsen, wie es die Pflanzen aus den Geschäften tun.
Nepenthes ventricosa x alata ist genauso anspruchslos und einfach zu halten wie Nepenthes ventricosa x inermis. Allerdings ist die Art wesentlich großwüchsiger und die Pflanzen beginnen früh und oft zu klettern. Die Kannen werden bis zu 15 cm groß und färben sich bei viel Licht schön rot aus.

Nepenthes ventricosa x alata Nepenthes ventricosa x alata






Nepenthes ventricosa x khasiana

Wuchshöhe: 1200-1500 Meter/ ? Meter, einfache Hochlandhybride
Fallentyp: passive Grubenfalle
Haltungsbedingungen: ganzjährig warm, verträgt tagsüber einige Stunden direkte Sonne, ansonsten recht anspruchslos.
Schwierigkeitsgrad:

Die Pflanze wird öfter als Nepenthes tobaica angeboten (Baumarkt), ist es aber nicht. Erst kürzlich machte mich Jan Wieneke darauf aufmerksam. Das erklärt auch die Wüchsigkeit und Anspruchslosigkeit der Pflanze - für eine Hochlandart würde sie bei mir im Utricularia-Terrarium extrem gut wachsen. Sie steht dort unter einer 18-Watt-Röhre und fühlt sich pudelwohl. Ich habe die Pflanze aus einem Kopfsteckling gezogen und sie beginnt nun langsam, die Blätter und Kannen etwas höher anzusetzen. Die Kannen sind bei dieser Art hellgrün, mit flach anliegendem Deckel, wenig Flügelleiste und keinerlei Behaarung - unscheinbar eben. Trotzdem besticht die Pflanze durch ihren gleichmäßigen runden Wuchs und die vielen gleichzeitig aktiven Kannen auf kleinstem Raum. Bisher hat sie noch nicht angefangen zu klettern, vielleicht tut sie dies zum Sommer.

Nepenthes ventricosa x khasiana Nepenthes ventricosa x khasiana Pflanze mit Utricularien
im Terrarium
Pflanze






Nepenthes ventricosa x inermis

Wuchshöhe: 1200-1500 Meter/ 2300-2590 Meter, einfache Hochlandhybride
Fallentyp: passive Grubenfalle
Haltungsbedingungen: ganzjährig warm und feucht, verträgt tagsüber einige Stunden direkte Sonne, ansonsten recht anspruchslos.
Schwierigkeitsgrad:

Nepenthes ventricosa x inermis ist auch unter Nepenthes ventrinermis bekannt, was aber erstens botanisch gesehen Blödsinn ist und zweitens bei Unwissenden nur zu Verwirrung führt. Alle Pflanzen, die unter diesem Namen angeboten werden, sind Hybriden, also eine Kreuzung aus den beiden oben genannten Arten.
N. ventricosa x inermis ist leicht zu halten und wächst problemlos auf jeder Fensterbank. Zudem hat diese Kreuzung die angenehme Eigenschaft, gedrungen zu wachsen und nur selten einen Kletterversuch zu unternehmen. Meine Pflanze wächst mittlerweile mit mehreren Stämmchen aus einem Topf und ist insgesamt nur ca. 25 Zentimeter hoch.
Die Pflanze lässt sich wie alle Nepenthes sehr leicht und bei mir bisher mit 100 % Erfolgsquote über Kopfstecklinge vermehren. Nachdem die abgeschnittenen Teile in den ersten paar Monaten überhaupt nicht wachsen und nur anwurzeln, geht es danach umso schneller. Eine andere Vermehrungsmethode kommt für mich daher kaum noch in Frage.

Kanne Pflanze Kanne Pflanze