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Petiolaris - Drosera







Die Arten des Petiolaris-Komplexes sind in Australien heimisch. Sie sind dort extremen Bedingungen ausgesetzt, deren Nachahmung in unserer Region ohne zusätzliche Technik nicht möglich ist. Der Naturstandort bietet extrem viel Licht und tagsüber genauso wie in der Nacht Temperaturen um die 30 Grad. Man kann die Pflanzen allerdings an eine Durchschnittstemperatur von ca. 25 Grad gewöhnen, so dass in der Regel nachts die Zimmertemperatur nicht unbedingt erhöht werden muss.
Die Sonnentaue mögen sandiges Substrat, kommen aber auch gut mit Sphagnum und Torf zurecht. Sie sind - bis auf wenige Ausnahmen - recht blühfreudig und bilden viele kleine, meist nur leicht gefärbte Blüten aus.
Der Bezug der Arten ist in Deutschland mittlerweile recht einfach, auch wenn sie vergleichsweise teuer sind gegenüber den gewöhnlicheren Arten.



Verbreitungskarte











Drosera fulva

Name:
Wuchs: terrestrisch, rosettenbildend
Größe: bis zu 10 cm Durchmesser
Blüte:
Fallentyp: aktive Klebefalle
Haltungsbedingungen: Winter wie Sommer heiß und feucht kultivieren. Trockene Winterruhepause möglich, Temperaturen gleichbleibend! Sehr sandiges Substrat verwenden.
Schwierigkeitsgrad:

Drosera fulva ist von der Wuchsform her vergleichbar mit Drosera lanata. Allerdings sind die Blätter nicht so stark behaart, außerdem färben sie sich auch bei intensiver Sonneneinstrahlung nicht rot. Die Art bildet leicht längliche Fangblätter an den Enden der Blattstiele aus, welche sich oft stark nach unten auswölben. Die Blütenstiele und Kelche weisen eine sehr starke Behaarung auf.
Ich kultiviere diese Art seit etwa einem halben Jahr, wobei die erste Pflanze die Umgewöhnung nach dem Transport an meine Bedingungen leider nicht überlebt hat. Mit der zweiten hat es aber wesentlich besser geklappt, nachdem ich sie anfangs etwas trockener gehalten habe. Leider konnte ich diese Art bisher noch nicht vermehren. Wie alle Arten ist sie selbststeril und leider auch nicht besonders teilfreudig.

Drosera fulva Blüte


Weitere Informationen zu Drosera fulva:
LITERATUR:

WEB:





Drosera kenneallyi

Name:
Wuchs: terrestrisch, rosettenbildend
Größe: bis zu 10 cm Durchmesser
Blüte:
Fallentyp: aktive Klebefalle
Haltungsbedingungen: Winter wie Sommer heiß und feucht kultivieren. Trockene Winterruhepause möglich, Temperaturen gleichbleibend! Sehr sandiges Substrat verwenden.
Schwierigkeitsgrad:

Drosera kenneallyi unterscheidet sich von den anderen Arten besonders durch ihren niedrigen Wuchs. Die Pflanze liegt komplett auf dem Boden und hebt ihre Blätter anscheinend nur an, falls der Wasserpegel ansteigt. Die Fangblätter an den Enden der Blattstiele sind außerdem leicht nierenförmig und größer als bei diesem Komplex üblich.
Drosera kenneallyi kann sich bei viel Sonnenlicht intensiv rot ausfärben, bei weniger Licht wird sie sofort grün. Die Art scheint sich nicht zu teilen und hat bei mir bisher auch nicht geblüht - Vermehrung ist anscheinend ein schwieriges Unterfangen. Einen Versuch mit Blattstecklingen habe ich bisher allerdings noch nicht gestartet.

Drosera kenneallyi Drosera kenneallyi


Weitere Informationen zu Drosera kenneallyi:
LITERATUR:

WEB:
http://www.fleischfressendepflanzen.de/db/index.ffp >> Arten >> Drosera kenneallyi





Drosera lanata

Name:
Wuchs: terrestrisch, rosettenbildend
Größe: bis zu 10 cm Durchmesser
Blüte:
Fallentyp: aktive Klebefalle
Haltungsbedingungen: Winter wie Sommer heiß und feucht kultivieren. Trockene Winterruhepause möglich, Temperaturen gleichbleibend! Sehr sandiges Substrat verwenden.
Schwierigkeitsgrad:

Drosera lanata fällt vor allem durch ihre starke Behaarung auf. Die Blattstiele wirken aus einiger Entfernung als wären sie weiß, wodurch die roten Fangblätter am Ende jeden Stieles noch stärker auffallen. Die Pflanze ist recht schnellwüchsig und zudem noch blühfreudig. Eine Teilung findet anscheinend bevorzugt nach einer trockenen Winterruhe statt.

Drosera lanata Kondo Blüte


Weitere Informationen zu Drosera lanata:
LITERATUR:

WEB:





Drosera paradoxa

Name:
Wuchs: terrestrisch, rosettenbildend
Größe: bis zu 10 cm Durchmesser
Blüte: weiß, selbststeril
Fallentyp: aktive Klebefalle
Haltungsbedingungen: Winter wie Sommer heiß und feucht kultivieren. Trockene Winterruhepause nicht nötig. Sehr sandiges Substrat verwenden.
Schwierigkeitsgrad:

Drosera paradoxa ist die geeignete Einsteigerart des Komplexes. Sie ist sehr wüchsig und kommt auch mit kühleren Temperaturen gut klar. Viel direkte Sonne benötigt allerdings auch diese Art - sonst verkümmert sie rasch.
Drosera paradoxa ist wie alle Drosera des Petiolaris-Komplexes selbststeril. In Deutschland ist es schwierig, unterschiedliche Klone zu bekommen, so dass die vielen weißen Blüten der Pflanze meistens unbestäubt bleiben. Die Vermehrung kann aber gut über Stecklinge erfolgen, am besten funktioniert dies wenn man die Blätter in destilliertes Wasser legt.

KULTUR DIESER PFLANZE 2003: Ich bin froh, eine gesunde und kräftige Pflanze auf der JHV erstanden zu haben - sie steht bei mir in einem kleinen Terrarium in der Sonne und wächst sehr gut. Für den Winter werde ich sie künstlich beleuchten müssen und eventuell eine Heizung einbauen. Vielleicht bekomme ich sie ja heil über den Winter.

KULTUR DIESER PFLANZE 2004: Ich habe ein kleines Aquarium (20x30) mit einer Drainageschicht, Torf, Sphagnum und Quarzsand eingerichtet und über die Drainageschicht eine kleine Heizmatte gelegt. Beleuchtet wird mit einer 18 Watt Energiesparlampe, die in einem kleinen Reflektor über dem Terrarium liegt. Das Ganze ist mit einer Folie abgedeckt. Die Temperatur ist konstant bei 28°C, die Luftfeuchte nahezu 100%, weil alles völlig abgedeckt ist. Die Pflanze wächst dort zusammen mit Drosera petiolaris und scheint wunschlos glücklich zu sein. Zumindest bildet sie regelmäßig Blüten (die ich abschneide) und jedes neue Blatt ist ein wenig länger als das vorhergehende.

KULTUR DIESER PFLANZE 2005: Mittlerweile stehen die Pflanzen zusammen mit Drosera ordensis aus Platzgründen wieder in Töpfen. Beleuchtet werden sie mit einer 70Watt-CDM-T-Lampe. Sie stehen zusammen mit einigen Heliamphoren und Nepenthes. Dafür musste ich allerdings die petiolaris-Drosera an etwas niedrigere, die anderen Arten an höhere Temperaturen gewöhnen. Mittlerweile funktioniert das aber wunderbar. Seit die Pflanzen genügen Licht bekommen, kann ich auch die Blüten dranlassen. Bis zu fünf Blütenstiele auf einmal bildet die größte der Pflanzen aus und blüht ohne schlapp zu werden.

Pflanzen


Weitere Informationen zu Drosera paradoxa:
LITERATUR:
The Savage garden von Peter d'Amato, S. 146| Carnivorous Plants of Australia Vol.3 von Allen Lowrie, S. 7
WEB:
http://www.fleischfressendepflanzen.de/db/index.ffp >> Arten >> Drosera paradoxa





Drosera petiolaris

Name:
Wuchs: terrestrisch, rosettenbildend
Größe: bis zu 10 cm Durchmesser
Blüte:
Fallentyp: aktive Klebefalle
Haltungsbedingungen: Winter wie Sommer heiß und feucht kultivieren. Trockene Winterruhepause möglich, Temperaturen gleichbleibend! Sehr sandiges Substrat verwenden.
Schwierigkeitsgrad:

Nachdem ich 2004 schon einmal eine kleine Pflanze dieser Art geschenkt bekommen hatte, welche einer Pilzinfektion zum Opfer gefallen ist, habe ich mich im Frühjahr 2006 wieder an die Art herangewagt. Ich kultiviere die Pflanzen in einem kleinen Glasbecken mit Heizung und Beleuchtung zusammen mit Drosera paradoxa und Drosera fulva, was sehr gut funktioniert.

KULTUR DIESER PFLANZE 2006: Drosera petiolaris wächst wunderbar im halboffenen Terrarium unter einer starken 70Watt CDM-T Lampe. Sie ist sehr teilfreudig und ich habe die Anzahl der Pflanzen durch Teilung mittlerweile verzehnfachen können. Wenn das so weitergeht, dann brauche ich bald ein weiteres Terrarium für diese Art. Die Pflanzen teilen sich alle paar Wochen, während andere Arten dies (leider) nie zu tun scheinen.

Drosera petiolaris Fangblätter Nahaufnahme Nahaufnahme


Weitere Informationen zu Drosera petiolaris:
LITERATUR:

WEB: